IMG_9048_marcelIch wurde in Budapest, Ungarn, geboren. Mit 8 begann ich mein Judo-Training und seitdem hält meine Begeisterung für Kampfkünste an – seit insgesamt 20 Jahren. In meiner Jugend habe ich mich auf Judo und Karate konzentriert. Mit 18 hatte ich das Glück, einem der besten ungarischen Thaibox-Meister zu begegnen, Csaba Gömöri, und ich lerne seitdem jeden Tag dazu. 2006 begann ich meine Wing Chun- und Jeet Kune Do-Ausbildung unter Sifu Zoltán Juhász und seither unterrichtet er mich und teilt sein unglaubliches Wissen mit mir. Seit 2010 unterrichte ich diese Kampfstile (Thaiboxen, Wing Chun, Jeet Kune Do) und seit 14. April 2014 verfolge ich diese Karriere auch in Wien.

Wenn Sie daran interessiert sind, Kampfkünste mit einer besonderen Perspektive zu lernen, dann würde ich mich freuen Sie in einem meiner Kurse willkommen zu heißen!

 

Kurse bei Yamas

 

Ausbildug

  • Buddhistischer Religionslehrer, Dharma Gate Budapest Buddhist College (2012)
  • Kung Fu Lehrer, Semmelweis Universität (2011)

 

Kontakt

marcell@yamas.org +43 676 910 80 55

boxingmind.com

 

Philosophie

Für mich ist die Kampfkunst eine der besten Möglichkeiten sich selbst besser kennenzulernen. Jeder Fehltritt wird offenbart, man korrigiert sich solange bis es funktioniert, bis der richtige Weg gefunden ist, man findet den Mut nachzufragen, wenn man nicht weiter weiß, lernt sich aus der Klemme zu helfen und sein eigenes Durchhaltevermögen zu schätzen. Echtes Wissen wird nur durch harte Arbeit erreicht.

So wie ich das sehe, gibt es zwei falsche Schwerpunkte beim Erlernen von Kampfkünsten. Entweder ist man zu „künstlerisch“ und konzentriert sich nur auf die Techniken, bleibt innerhalb der eigenen Komfortzone, man fordert sich nie unter Druck heraus, sucht niemals Konfrontation, kämpft nie. Oder: man ist zu brutal, schürt nur die Aggressivität, ist nur daran interessiert andere zu besiegen.

Bei der Ausübung von Kampfkünsten stellt man sich seinen Ängsten, seinem Wut. Die Kampferfahrung ist unersetzbar. Jeder Kampf ist anders, dieselben Techniken funktionieren nicht immer gleich. Am Trockenen lässt sich das Schwimmen nicht lernen. Andererseits leidet das Nervensystem darunter, wenn man es ununterbrochen schockiert, von einem Trauma zum anderen hetzt. Seien Sie realistisch und denken Sie nach.

Kampfkunst eröffnet die Möglichkeit, sich in einer komplexen Situation zu beweisen. Sie müssen nicht nur Ihre eigene Bewegung kontrollieren, sondern auch die Bewegung Ihres Gegenüber verfolgen, der nur ein Ziel hat, nämlich die Lücke in ihren Bewegungen zu finden, um Sie zu „zerschmettern“. Deshalb muss man sich die Bewegungen auch vorher geistig vorstellen, in allen Details. Nur dann kann man sich auf die Bewegungen des Anderen konzentrieren. Bauen Sie Ihre Bewegungsabläufe auf: Wir alle bewegen uns, aber erst durch das genaue Hinsehen erkennt man, wie differenziert Bewegung sein kann und wie man seine Bewegungswahrnehmung schulen kann. Kennt man sich selbst, so lebt man in der Gegenwart, wenn nicht, so hält einem die Vergangenheit zurück.